Die Geschichte von Jägerhaus

Unweit von Steinheidel, zwischen Bockau, Sosa und Schwarzenberg gelegen, befindet sich Jägerhaus. Bekannt ist der Schwarzenberger Ortsteil durch die Ausflugsgaststätte. Nicht weit entfernt liegt der 823 Meter hohe Ochsenkopf. Früher jagte man hier Bären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen. Um 1770 sah man den letzten Bär hier, 1816 wurde der letzte Wolf erlegt.

Im 17. Jahrhundert wurde am Ochsenkopf nach Zinn, Eisen und Silber geschürft. Das "Jägerhaus" als Jagdstätte ließ Kurfürst Johann Georg I. um 1600 errichten. Auch seine Nachfolger begaben sich in den umliegenden Wäldern gern auf die Jagd. An einem Tag im Jahre 1678 sollen allein 81 Hirsche und 19 Wildschweine erlegt worden sein. Die Bewohner der umliegenden Dörfer mussten damals Jagdfronen leisten.

Im 30-jährigen Krieg zogen Kaiserliche und Schweden durch die Wälder. Das Jägerhaus diente den Einheimischen als Zufluchtsstätte. Die Schweden brannten es nieder. Johann Georg II. ließ es aber wieder aufbauen.

Nach der "Auer Schlacht" vom 27. Mai 1779 mussten die Österreicher vor den Preußen aus der heutigen Kreisstadt flüchten. Sie zogen sich unter Führung von Generalmajor von Brentano ins Jägerhaus zurück. Am nächsten Tag machten sie sich auf den Weg ins böhmische Platten. Sie reisten durch Steinheidel.



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