Ärztemangel bleibt heißes Eisen

Erlabrunn. Nach Ansicht der Jungen Union (JU) wird der Ärztemangel im Landkreis ein Dauerbrenner. "Weil die meisten Mediziner zwischen 58 und 64 Jahren alt sind, wird sich das Problem wohl noch zuspitzen", sagte der JU-Kreisvorsitzende Alexander Krauß. Auch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu den Bereitschaftsdiensten werde die Lage verschärfen. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums vom Donnerstag besteht in den Krankenhäusern des Landkreises Aue-Schwarzenberg ein Ärztemangel. Zudem fehlten 21 Hausärzte im Kreis.

Über die Lösungsvorschläge des Sozialministeriums sollte nun im Kreis diskutiert werden, schlägt Krauß vor. Die Gemeinden könnten beispielsweise darüber nachdenken, ob sie künftig jungen Ärzten nicht kostengünstig Räume in ehemaligen Schulen oder Kindergärten vermieteten. Auch die Idee einer Finanzspritze für junge Ärzte sei begrüßenswert, so der JU-Chef. Eine Arbeitsgruppe des Sozialministeriums hatte sich für eine Investitionszulage von 100.000 Euro je Arzt und eine bessere Bezahlung für die Behandlung ausgesprochen. Im Gegenzug müssten sich die Ärzte verpflichten, sich mindestens zehn Jahre in der Region niederzulassen.

(18.12.03)

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