Statt ehemalige Schule lieber Miethäuser auf Vordermann bringen

Erlabrunn. Anstatt Geld in die Sanierung der ehemaligen Erlabrunner Schule zu stecken, sollte die knappen Eigenmittel lieber für die Renovierung der kommunalen Mietshäuser verwandt werden. Das forderte der Erlabrunner Gemeinderat Alexander Krauß (CDU) zur Sitzung des Ortsparlaments am Dienstag. Für die ehemalige Schule gebe es kein langfristiges Nutzungskonzept. Andererseits seien vor allem Wohnungen in der Milchbach-Siedlung in einem schlechten Zustand. „Den Rückgang der Einwohnerzahl kann die Gemeinde nur dann stoppen, wenn Erlabrunn einer attraktiver Wohnstandort ist“, so Krauß. Viele Häuser in der Milchbach-Siedlung seien aber auf DDR-Niveau. Die Gemeinderatsmehrheit folgte allerdings dieser Argumentation nicht.

Krauß sprach sich weiterhin gegen die geplante Vermietung von Parkplätzen aus. „Durch diese zusätzliche finanzielle Belastung wird Erlabrunn mit Sicherheit keine neuen Mieter gewinnen“, erklärte der Gemeinderat. Am Waldeck (unterhalb der Häuser 1/2) sollen zehn Parknischen wachsen, in der Milchbach-Siedlung (auf der Fläche der Häuser 25/26) 20 und neben dem Haus Schulstraße 2-5 bis zu 32 Abstellplätze. Rund 90 Euro (180 Mark) pro Jahr müssten die Mieter für einen Parkplatz berappen. Bei dieser Abstimmung votierte die Gemeinderatsmehrheit für die Parkgebühren.

377.000 Euro kosten die Stellflächen. Der Eigenanteil der Gemeinde wird bei mindestens 35.000 Euro liegen. Ausgewiesen sind derzeit noch 70.000 Euro, doch der Bauplaner will den Eigenanteil auf 35.-40.000 drücken. Im Rahmen dieser so genannten BSI-Maßnahme soll auch der Häuserabriss finanziert werden. Frühestens am 1. August wird mit dem Bau begonnen. Die Maßnahme würde dann ein Vierteljahr dauern. Das letztgültige Okay des Arbeitsamtes fehlt noch.

(07.05.02)

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