Täumerhaus-Käufer lässt Zahlungsfrist erneut verstreichen

Erlabrunn. CDU-Gemeinderat Alexander Krauß fordert im Streit um die Bezahlung des Erlabrunner Täumerhauses nun endlich Konsequenzen. „Wir können nicht weiter zusehen, wie Herr Bachmeier uns verschaukelt“, sagte Krauß. „Es scheint, dass Bürgermeister Harald allein die Interessen des Täumerhaus-Käufers vertritt – und nicht die der Bürger“, kritisierte er.

Bis zum 31. Juli sollte Michael Bachmeier die restliche Kaufsumme gezahlt haben, doch wieder einmal ließ der bayerische Bauunternehmer die Frist verstreichen. Seit Februar 1999 warten die Erlabrunner auf 240.000 Mark. Bislang zahlte Bachmeier lediglich einen Abschlag von 50.000 Mark, nachdem das „Straubinger Tagblatt“ – Bachmeiers Lokalzeitung – auf den Fall aufmerksam geworden war.

Wilhelm übe auf Bachmeier keinen Druck auf, wirft Krauß dem Erlabrunner Ortschef vor. Mit über 11.000 Mark Schulden je Einwohner könne es sich die Gemeinde nicht leisten, Bachmeier das Geld zu schenken. Obendrein verstoße es gegen Recht und Gesetz, wenn ein Bürgermeister nicht auf die Vertragserfüllung beharre.

„Mit dem aufgestellten Baugerüst sollte anscheinend verschleiert werden, dass noch immer nichts geschehen ist“, mutmaßt Krauß. Die Auskunft des Bürgermeisters, Bachmeier könne sich mit der Denkmalschutz nicht auf die Farbe für den Außenanstrich einigen, entspreche nicht der Wahrheit. Dem Landratsamt als Denkmalschutzbehörde sei nämlich nichts dergleichen bekannt. Außerdem sei es unlogisch, weder den bröckelnden Putz abzuhacken noch das Dach in Ordnung zu bringen, ehe Farbe an die Fassade komme.

„Seit 30. April warte ich auf die Beantwortung meiner Frage, wie viel Mal Herr Bachmeier schon versprochen hat, zu bezahlen“, sagte Alexander Krauß. Bis heute habe ihm der Bürgermeister darauf keine Antwort gegeben. Damit verstoße Wilhelm gegen die Sächsische Gemeindeordnung, denn er habe die Fragen der Gemeinderäte zu beantworten. „Entweder ist die Anzahl der Versprechen so groß, dass er sie nicht zählen kann oder er versucht etwas zu verbergen“, schlussfolgerte der Christdemokrat für sich.


(2.8.01)

Umfrage: Soll der Bürgermeister endlich Druck ausüben, damit der Täumerhaus-Käufer zahlt? weiter

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