Staatsminister Geisler diskutiert mit Eltern über neues Kiga-Gesetz

Staatsminister Geisler
Sachsens Sozialminister Hans Geisler (2. von rechts) zu Besuch im
Kindergarten "Schwalbennest". Mit auf dem Bild: der stellvertretende
Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises Aue-Schwarzenberg,
Christian Voigt, Johanniter-Kreisvorstand Christoph Wilcke,
Bürgermeister-kandidat Alexander Krauß und Kindergarten-Leiterin
Ursula Lau (von links nach rechts).


Erlabrunn. Der sächsische Staatsminister für Gesundheit und Soziales, Dr. Hans Geisler, hat am Dienstag mit Eltern und Erzieherinnen des Erlabrunner Kindergartens über das neue Kindertagesstätten-Gesetz diskutiert. Bürgermeisterkandidat Alexander Krauß hatte ihn dazu eingeladen.

„Die gesetzliche Neuregelung eröffnet neue Chancen für Erlabrunn“, sagte Krauß. Der Erlabrunner Kindergarten „Schwalbennest“ werde voraussichtlich besser ausgelastet. Da viele Krankenhaus-Beschäftigte nach Erlabrunn zur Arbeit fahren, bestehe bei ihnen der Wunsch, ihr Kind ins „Schwalbennest“ zu schicken. Während 225 Erlabrunner auswärts arbeiten, kommen 603 Bürger in die kleinste Gemeinde des Landkreises, um zu arbeiten. Nur Aue und Erlabrunn hätten deutlich mehr Einpendler als Auspendler, sagte Krauß.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Eltern zukünftig frei wählen können, in welchem Ort ihr Kind eine Betreuungseinrichtung besucht. Staatsminister Geisler kritisierte die Kommunen, da sie es bisher nicht geschafft hätten, die Wahlfreiheit der Eltern zu gewährleisten. Nun müsse der Freistaat eine Regelung verordnen. In der zweiten Juni-Hälfte soll das Gesetz vom Landtag beraten werden.

Bürgermeisterkandidat Alexander Krauß brachte eine 2000-Mark-Spende für den Kindergarten mit. Er betonte die besondere Bedeutung der Einrichtung für die Gemeinde: Väter und Mütter könnten so Beruf und Familie vereinbaren. Krauß sprach sich erneut gegen höhere Kindergarten-Beiträge aus: „Die Mehrkosten in Höhe von 7300 Mark soll die Gemeinde tragen.“ Erlabrunn müsse Familien mit Kindern unterstützen, da die Kleinen die Zukunft des Ortes seien.

Den Staatsminister empfingen in Erlabrunn Johanniter-Kreisvorstand Christoph Wilcke, Bundestagsabgeordneter Wolfgang Dehnel und Landtagsmitglied Thomas Colditz.

(22.5.01)

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