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Erlabrunn, 28.04.02. Nach einem Bericht der "Freien Presse" habe Sachsens amtierender Wirtschaftsminister Kajo Schommer auf eine parlamentarische Anfrage geantwortet, es gebe keine Planungen, die Staatsstraße S 273 zwischen Jägerhaus und Carolathal auszubauen.
In einem Leserbrief an die "Freie Presse" nahm Gemeinderat Alexander Krauß wie folgt Stellung:
Die derzeit gesperrte Staatsstraße zwischen Carolathal nach Jägerhaus spielt für die Johanngeorgenstädter, Erlabrunner und Breitenbrunner Bürger eine gewichtige Rolle. Wenn sie endlich wieder befahrbar wäre, dann würde sich der Weg in die Kreisstadt - aber auch in den Ballungsraum Chemnitz/Zwickau - verkürzen. Arbeitsplätze werden auch in Zukunft im oberen Schwarzwassertal Mangelware bleiben. Um so wichtiger ist es, dass die hiesigen Bürger so schnell wie möglich zur Arbeit pendeln können. Ansonsten ziehen sie gleich dorthin, wo die Jobs sind.
Für die Anlieger ließe sich eine vertretbare Lösung finden: So sollten nur Autos bis 3,5 Tonnen die Straße benutzen dürfen. Im Winter könnte sie gesperrt werden. Die Verlängerung der Route, von Jägerhaus nach Bockau, ist ja bei Schnee ebenfalls mit einer Sperrscheibe verschlossen.
Die Staatsstraße zwischen Carlothal und Jägerhaus bleibt eine Staatsstraße. Damit obliegt es dem Freistaat, für die Instandsetzung zu sorgen. In vielen Karten ist die Straße obendrein eingezeichnet und viele Touristen suchen sie deswegen vergebens. Ich wünsche mir, dass die Gemeinden im oberen Schwarzwassertal sowie der Landkreis stärker darauf drängen, die Straße zu erneuern. Der Freistaat darf aus seiner Verantwortung nicht entlassen werden.
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