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Erlabrunn. Ein Sparpaket für das kommunale Wohnungsunternehmen hat der Erlabrunner Gemeinderat am Montag auf den Weg gebracht. Indem die Arbeitszeit der Mitarbeiter verringert wird, sollen im kommenden Jahr 10.000 Mark gespart werden. Insgesamt sind im nächsten Jahr um 20.000 Mark geringere Ausgaben und um 7.000 Mark höhere Einnahmen geplant. In den Bemerkungen zum Haushaltssicherungskonzept kritisiert die Kämmerei den von Bürgermeister Harald Wilhelm eingeholten Finanzplan: Der Eigenbetrieb sei „bis zum Jahr 2008 nicht mehr finanzierbar“, so die Kassenhüter. Wilhelm hatte im Mai einen Finanzplan präsentiert, nachdem die Kommunale Wohnungsverwaltung noch in sieben Jahren ein leichtes Plus erwirtschafte. Dies sei „völlig unrealistisch“, so die Kämmerei. Ab 2005 seien keine Mittel für die Instandhaltung eingestellt. „Auch die geplanten Mittel für die Werterhaltung erscheinen als zu gering“, so das Urteil der Kämmerei. Die kalkulierten Mieteinnahmen erschienen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung „ als äußert fragwürdig“. Den kritisierten Finanzplan hatte Ex-Sparkassenchef Werner Schmidt im Auftrag des Bürgermeisters aufgestellt. „Die Schönfärberei hatte ich schon in der Vergangenheit festgestellt“, sagte CDU-Gemeinderat Alexander Krauß. Nun hätte es der Gemeinderat schwarz auf weiß. Während der Schmidt-Plan die Finanzlage als positiv darstelle, habe der Eigenbetrieb selbst in seinem Finanzplan für das Jahr 2004 ein Minus von 463.900 Mark ausgewiesen. „Ich hoffe, dass die Bürger in Zukunft realistische Prognosen lesen können - und keine Gefälligkeitsgutachten“, erklärte Krauß. Wegen der klammen Kassenlage wird auch bei den Gemeindeausgaben der Rotstift angesetzt. Im kommenden Jahr sollen rund 20.000 Mark mehr eingenommen und zugleich 16.000 Mark eingespart werden. Der Gemeinderat gab dem Prüfbericht für das Haushaltsjahr 2000 seine Zustimmung. „Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde und des Eigenbetriebes Wohnungswirtschaft verdeutlichen die angespannte Finanzsituation“, hatte Rechnungsprüfer Dieter Hinze angemerkt. Nur durch mehrfach in Anspruch genommene Kassenkredite sei die Zahlungsfähigkeit gewährleistet gewesen. Die im Haushaltssicherungskonzept der Gemeinde aufgeführten Maßnahmen reichten nicht aus, den Schuldenberg in den nächsten Jahren merklich abzubauen, meinte Hinze. Die Obergrenze liege bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 4000 Mark, doch in Erlabrunn liege sie bei 12.754 Mark. |